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Elektroschrott richtig entsorgen

Geräte mit Stecker, Akku oder Kabel gehören nicht in den Restmüll – und oft sogar kostenlos zurück zum Handel.

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) verpflichtet Hersteller und Händler zur Rücknahme. Für Haushalte heißt das: Alte Geräte können Sie auf dem Wertstoffhof abgeben oder im Handel zurückgeben, ohne sie zu kaufen. In den Restmüll dürfen sie nicht – zu wertvoll sind Kupfer, Edelmetalle und seltene Erden, zu problematisch Quecksilber, Lithium und Kühlmittel.

Was zählt als Elektroschrott?

Rückgabe im Handel

Geschäfte mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte müssen kleine Altgeräte (keine Kante länger als 25 cm) unentgeltlich zurücknehmen – auch ohne Neukauf. Beim Kauf eines neuen Geräts gilt die 1:1-Rücknahme auch für größere Geräte. Onlinehändler müssen eine kostenlose Abgabemöglichkeit anbieten, häufig über Paketshops oder Abholung bei Lieferung. Discounter und Drogerien nehmen Batterien und oft auch kleine Geräte an.

Lithium-Akkus niemals in den Hausmüll und nicht lose zwischen Metallschrott werfen. Kurzschlussgefahr und Brandrisiko. Klebebänder auf die Pole, Gerät zum Hof oder in die Batteriebox.

Kühlgeräte und Bildschirme

Kühl- und Gefriergeräte enthalten Kältemittel. Sie werden auf dem Wertstoffhof separat gestellt und in zertifizierten Anlagen entgast. Fernseher und Monitore ebenfalls getrennt, weil die Bildschirme Schadstoffe enthalten können. Transportieren Sie Kühlschränke möglichst aufrecht und ohne zu knicken – auslaufendes Öl oder Kältemittel ist vermeidbar.

Datenschutz vor der Abgabe

Smartphones, Laptops und NAS-Geräte speichern Konten, Fotos und Zugänge. Vor der Abgabe: Sicherungskopie, Werkseinstellungen, bei PCs Festplatte ausbauen oder mehrfach überschreiben. Ein einfaches Löschen im Papierkorb reicht nicht. SIM- und Speicherkarten entfernen. Wer unsicher ist, gibt nur das Gehäuse ab und zerstört den Datenträger separat – einige Höfe haben eigene Sammelboxen für Festplatten.

Kabel, Stecker, Lichterketten

Kabel sind Elektroschrott, keine Verpackung. Weihnachtsbeleuchtung mit Netzstecker ebenfalls. Einwegbatterien gehören in die Batteriebox im Supermarkt, Akkus aus Werkzeugen oft zusammen mit dem Gerät oder in die gleiche Box, wenn sie entnommen sind.

Warum der Restmüll die falsche Wahl ist

Im Restmüll gehen Rohstoffe verloren und Lithium-Akkus verursachen Brände in Sammelfahrzeugen und Sortieranlagen. Die Quote für Elektro-Altgeräte in Deutschland liegt seit Jahren unter dem EU-Ziel. Jedes Gerät, das den Hof oder die Händler-Rücknahme erreicht, verbessert die Sammelquote und senkt das Brandrisiko.

Den nächsten Hof mit Annahme von Elektrogeräten finden Sie über die Städte-Seiten, etwa Stuttgart, Hannover oder Kelsterbach.

Wertstoffhof in Ihrer Stadt finden

Öffnungszeiten und Adressen der Höfe vor Ort stehen auf den Städte-Seiten, zum Beispiel Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt oder Leipzig.